Traumjob Geldwäscher oder Besitzer einer kostenlosen Einkaufspassage?
Online-Kriminelle fischen im Windschatten der Finanzkrise nach Strohmännern mit dem Traumjob Geldwäscher.
Die Prognosen für den Arbeitsmarkt 2009 sind düster. Viele Menschen bangen im Sog der weltweiten Finanzkrise um ihren Arbeitsplatz, sind von Kurzarbeit betroffen oder haben ihren Job zum Jahresende bereits verloren.
Seit Jahresbeginn versuchen Online-Kriminelle diese Verunsicherung auszunutzen und verschicken verstärkt Jobangebote per E-Mail. Angeboten werden Heimarbeitsplätze als Buchhalter oder Finanzagent. Wer sich auf die Offerte einlässt, wird so als Geldwäscher Teil der eCrime-Community. Den Opfern wird dies in der Regel erst klar, wenn der Staatsanwalt an die Tür klopft.
Haben Sie schon einmal so eine E-Mail bekommen?
Betreff: Job-Position
Finanzvertreter der Gesellschaft
Zur Zeit stellen wir die Mitarbeiter in unsere Gesellschaft ein, um die Bedienungsqualität und die Geschwindigkeitserhöhung der Auftragsbearbeitung zu steigern. Es ist nicht wichtig, als was Sie
arbeiteten oder zur Zeit arbeiten, wenn Sie eine Gelegenheit zum Vereinigen haben, wenn Sie kontaktfreudig, verantwortlich und streng zu
sich selbst sind, haben Sie eine wunderbare Gelegenheit, unser Mitarbeiter zu werden und ein hohes Einkommen zu bekommen. Heute stellen wir besondere Forderungen an unsere Mitarbeiter, denn Sie repräsentieren das Image der Gesellschaft.
Gehalt: 2000 Euro pro Monat + 5% von jedem Geschäft
Aufgaben: Zahlungserhalt von Kunden, Abrechnungslegung für die Zeitraume, zur Erreichung der finanziellen Ziele der Gesellschaft beizutragen.
Anforderungen: Alter von 21 Jahren, Erfahrung bei der Arbeit mit Menschen, Dokumenten, Erfahrung bei der Verwaltungsarbeit, der erfahrene PC-Benutzer, ein ständiger Zugang zum Internet für die Arbeit durch Internet, Vorhandensein von mindestens 3 Freistunden pro Tag .....
Straftat inklusive: Traumjob Geldwäscher
Angeworben als "Financial Agent" besteht die Tätigkeit der umworbenen E-Mail-Empfänger darin, Geldüberweisungen auf Ihrem privaten Konto entgegenzunehmen. Per Bargeld-Transfer-Service, wie z. B. Western Union, weisen die Opfer die Geldbeträge an eine vermeintliche Geschäftsadresse im meist osteuropäischen Ausland an.
Einen bestimmten Anteil von der Überweisungssumme, in der Regel zwischen 3 und 5 Prozent, kann der "Angestellte" als Provision für seine Dienste gleich einbehalten.
ACHTUNG Tückisch: Die eingehenden Überweisungen stammen aus Betrügereien bei Online-Auktionen oder aus illegal durchgeführten Online-Transaktionen erfolgreicher Phishing-Attacken. Die angeworbenen "Agenten" dienen den
Tätern somit lediglich als Geldwäscher. Ist das Geld erst einmal per Bargeldtransfer in Richtung Ausland unterwegs, besteht für die zuvor geprellten Opfer kaum noch eine Chance das Geld zurückzuholen.
Statt weiterer Aufträge, flattern bei den ungewollten Geldwäschern dann Regressansprüche oder Briefe der Staatsanwaltschaft ins Haus.
ACHTUNG: In Zeiten der allgegenwärtigen Finanzkrise könnte die Verlockung kaum größer sein: Schnell verdientes Geld bei minimalem Zeitaufwand. Mit derartigen Offerten versucht die Cybermafia derzeit massiv, ahnungslose E-Mail-Empfänger als angebliche Finanzagenten zu rekrutieren. Wer sich auf das Lockangebot einlässt, wird ungewollt zum Geldwäscher und somit zum Mittäter - einschließlich aller unangenehmen Konsequenzen, wie Schadensersatzforderungen oder Strafverfolgung.
ACHTUNG: Hüten Sie sich vor solchen Lockangeboten werden Sie lieber Besitzer einer kostenlosen Einkaufspassage. Das ist kein Lockangebot. Hier verdienen Sie zwar nicht gleich das ganz große Geld, doch es ist sicher und ausbaufähig.
Eine kostenlosen Einkaufspassage können Sie sich einfach aufbauen. Mit den namhaftesten Kaufhäusern Deutschlands.
Zum Beispiel:
Dallmeyer, Quelle, Platinum Europe, DIGIbux
Damit Sie gesund, fit und aktiv bis ins hohe Alter bleiben und immer Geld in der Tasche haben.
Verantwortlich für diesen Beitrag:
Horst Naussed
Tiergartenweg 10
76530 Baden - Baden (Deutschland)
Tel.: ++49(0) 7221 - 33889
E-Mail: H.R.Naussed [at] t-online.de


