Post verliert Monopol
Am 1. Januar 2008 ist es so weit. Die Post verliert Ihr Monopol auf die Zustellung von Briefen unter 50 Gramm. Private Postdienstleister stehen in den Startlöchern. Rund 900 Private wollen dem Giganten entgegentreten.
Post verliert Monopol
Am 1. Januar 2008 ist es so weit. Die Post verliert Ihr Monopol auf die Zustellung von Briefen unter 50 Gramm. Private Postdienstleister stehen in den Startlöchern. Rund 900 Private wollen dem Giganten entgegentreten.
Die Post rechnet mit einem Verlust von ca. 10% in Euro rund 1,3 Milliarden. Bisher erreichen 95% aller Briefe einen Tag nach Einwurf den Empfänger. Auch große, internationale Konkurrenten wie die luxemburgische Pin und die niederländische TNT drängen auf den Markt.
Für die kleinen Anbieter wird es ein gefährlicher Markt. Die Aufrüstung schluckt viele Euros.
Täglich tragen 79 000 Zusteller der Deutschen Post 70 Millionen Briefe aus. Ein Drittel der Postangestellten sind Beamte. Alleine in Baden – Württemberg unterhält die Post 1.800 Filialen. Bundesweit stehen 108.000 gelbe Briefkästen.
Seit 1998 bröckelt das Monopol der Post. Seither dürfen lizenzierte Unternehmen Briefe befördern, die schwerer als 50 Gramm sind. Private wollen mehr Service anbieten. Sie wollen einen Teil des 13 Milliarden Euro schweren Briefmarktes für sich.
Die Europäische Union plant, alle Mitgliedsstaaten bis 2009 zur Liberalisierung ihres Briefmarktes zu verpflichten.
Für uns Postempfänger bedeutet das: Wir müssen öfter zum Briefkasten laufen. Bei den "Grünen Witwen" und den Wachhunden wird sicher eitel Freude herrschen. Mehr Auswahl an knackigen Briefträgern und strammen Waden.
Verantwortlich für diesen Beitrag:
Horst Naussed
Tiergartenweg 10
76530 Baden - Baden (Deutschland)
Tel.: ++49(0) 7221 - 33889
E-Mail: H.R.Naussed [at] t-online.de



