Fachkräftemangel bei der Digitalwirtschaft.
Die Digitalwirtschaft boomt, wird aber von einem chronischen Personalmangel geplagt. Der Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) klagt, dass sich der Fachkräftemangel, vor dem der Verband bereits vor fünf Jahren gewarnt haben soll, dramatisch zugespitzt habe.
BVDW-Präsident Arndt Groth kritisiert die Politik, die sich bei der Suche nach Lösungen als nicht sehr hilfreich erwiesen habe.
Die Politik habe nicht nur nicht auf den Personalmangel reagiert, sondern sich auch in anderen Bereichen durch ihre Entscheidungen als Bremse für die Entwicklung der Digitalwirtschaft erwiesen, meint Groth.
Am deutlichsten zeigen das die Ausweitung der GEZ-Gebühren auf Unternehmen und Freiberufler, das starre Festhalten an einem anachronistischem Rundfunkstaatsvertrag sowie die populistische Debatte um die Speicherung von Verbindungsdaten.
Als besonders absurd wird das Telemediengesetz bezeichnete, welches Spamming in Deutschland unter Strafe stellt, obwohl 90 Prozent der Spammails aus dem Ausland stammten.
Die Digitalwirtschaft konnte viele neue Arbeitsplätze schaffen.
Vor allem der Online-Werbemarkt, der klassische Online-Werbung, Suchwort-Vermarktung und Affiliate-Marketing umfasst, ist rasant gestiegen. Der Brutto-Werbeumsatz kletterte 2006 im Vergleich zum Vorjahr um 85 Prozent auf 1,9 Mrd. Euro. Für 2007 erwartet die Branche einen Anstieg um 33 Prozent auf 2,5 Mrd. Euro. Das E-Commerce-Endkundengeschäft ist um zwölf Prozent von 14,5 Mrd. Euro 2005 auf 16,3 Mrd. Euro 2006 gestiegen.
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