Ärzte kritisieren Freibrief für Mobilfunk, nutzen Sie Memon-Transformer
Heiße Diskussion um gesundheitliche Folgen durch Mobilfunkstrahlung. Die Langzeitfolgen sind mit derzeitiger Datenlage noch nicht abschätzbar.
"Werden Grenzwerte für Strahlungen eingehalten, ist nach heutigem Stand der Wissenschaft mit keiner gesundheitlichen Gefährdung durch den Mobilfunk zu rechnen," hört man vom Wissenschaftlichen Beirat Funk (WBF) aus Österreich.
Ganz entgegen diesen Ergebnissen haben immer mehr Menschen Angst vor gesundheitlichen Schäden durch Strahlung, die Mobiltelefone oder Sendeanlagen produzieren. Die SAR-Strahlenwerte eines Telefons sind in Deutschland mittlerweile wichtigster Parameter für die Wahl des Geräts, obwohl laut WBF die Einhaltung der Strahlenwerte bei allen Modellen gegeben sei.
Die mittel- und langfristigen Folgen des Mobilfunks seien mit der derzeitigen Datenlage noch nicht abschätzbar, warnt die Ärztekammer.
Es existiert noch keine Studie, die die Gefährlichkeit des Mobilfunks eindeutig beweisen kann. Doch für eine verharmlosende Prognose ist es ebenfalls eindeutig zu früh, sagt die Ärztekammer.
Die derzeitige Mobilfunk-Diskussion ist vergleichbar mit derjenigen um die Zigarettenindustrie in den 60er-Jahren. Damals warnten namhafte Wissenschaftler vor der Kriminalisierung der Zigarette. Bis deren Schädlichkeit bewiesen werden konnte, vergingen Jahrzehnte.
Heute würde jedoch niemand mehr ernsthaft wagen, das Rauchen vom Standpunkt der Gesundheit aus zu verteidigen.
Untersuchungen zu Tumor- und Krebsentstehung haben das Problem, dass sie das Telefonverhalten nur rückwirkend über Befragungen erheben können. Im Nachhinein unterschätzen Menschen jedoch die Anzahl ihrer Telefongespräche, während sie deren Dauer überschätzen.
In einem ist man einig: Kleine Menschen nehmen Strahlen anders auf als Große. Bei Kindern wurden aber bisher zu wenig Studien durchgeführt, um fundierte Aussagen machen zu können.
Mobiltelefone sollen nicht verteufelt werden, doch ein vorsichtiger Umgang ist angebracht. Das betrifft besonders kleine Kinder, da deren dünne Schädeldecke wenig Schutz vor Einwirkungen gibt.
Die Telefonieregeln der Ärztekammer hat somit weiterhin Gültigkeit. Diese empfehlen unter anderem möglichst kurze und seltene Telefonate, den Verzicht auf Spiele am Mobiltelefon und keine Aufbewahrung in der Hosentasche.
Aufgrund höherer Strahlung sollte das Mobiltelefon beim Gesprächsaufbau oder beim SMS-Versand ferngehalten und in Fahrzeugen auf Telefonate verzichtet werden. Wireless LAN oder UMTS verursachen nach Ansicht der Ärzte eine hohe Dauerbelastung.
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Memon - Wunder oder Quatsch
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